Kreatives Ferienangebot im Münsterer Freizeitzentrum: „Mini-Mü“ geht in Woche 3

28.07.2020

Mitten im Bauvorhaben: Matti, Jamie, Julian und Mia (von links) arbeiten gut zusammen, Sophie hat sich in einem Selbstportrait verewigt, während Steffi Lenz mit anderen Kindern Farbexperimente macht. Foto: GM/Lena Brunn

Die Corona-Pandemie hat das Leben komplett verändert: Viele Urlaube und Veranstaltungen sind durch die Sicherheitsmaßnahmen ins Wasser gefallen. Dieses Jahr hat es auch die alljährlichen Ferienspiele der Gemeinde Münster getroffen. Das beliebte Freizeitangebot kann nicht in seiner gewohnten Form stattfinden. Sich ständig verändernde Vorschriften machten eine langfristige Planung unmöglich.

Doch Tamara Wolf, Kristina Löbig und Steffi Lenz von der Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde Münster sind nicht untätig geblieben und haben kurzerhand ein Ersatzprogramm „Mini-Mü“ entworfen. Bis zu 20 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren werden seit dem 13 Juli täglich von 10-14 Uhr für 3 Wochen im Freizeitzentrum Münster betreut.

„Woche 1 war innerhalb von drei Tagen ausgebucht“

Tamara Wolf freut sich über die große Nachfrage: Kurz nach der Veröffentlichung der Anmeldeformulare war alles restlos ausgebucht. Kinder können tage- oder wochenweise das Angebot nutzen. „Mini-Mü“ ist dieses Jahr für die Eltern komplett kostenfrei.

Die Arbeitsmaterialien werden von der Gemeinde Münster gestellt. Wegen der Corona-Vorschriften sind die Gruppen dieses Jahr kleiner, die Betreuungszeit verkürzt und jedes Kind bringt sein Essen selbst mit.

Kreativität und Neugierde als Türöffner im „Offenen Atelier“

Steffi Lenz absolviert aktuell ihr Anerkennungsjahr zur Sozialarbeiterin. Lenz ist sehr kunstinteressiert und hat daher das „Offene Atelier“ ins Leben gerufen. Ihr ist es wichtig, dass die Kinder sich künstlerisch frei ausleben und Neues ausprobieren können. Sie macht deshalb ganz bewusst wenig oder gar keine Vorgaben.

„Manche Kinder, die anfangs schüchtern waren, sind durch den kreativen Austausch richtig aufgelebt und haben sich geöffnet“, freut sich Lenz während sie selbst zwischen Pinseln und Farben ein Bild gestaltet. Ihr Abschlussbericht trägt daher auch den Titel „Kunst in der offenen Jugendförderung“.

Matti, Jamie, Julian und Mia bauen einen Steg

Die emsige Vierer-Gruppe hat eine ganz eigene künstlerische Idee, die sie mit Materialien aus dem Wald umsetzt: Sie bauen unter Aufsicht von Betreuer David Faubel einen Steg. „Der erste Steg ist abgetrieben“, erklärt Matti, während Mia mit dicken Grashalmen für die Befestigung des neuen Steges sorgt. Jamie und Julian reichen neue Äste an. Kurz darauf geht die freudige Nachricht durch das Camp: „Der neue Steg hält!“.

Bildunterschrift: Mitten im Bauvorhaben: Matti, Jamie, Julian und Mia (von links) arbeiten gut zusammen, Sophie hat sich in einem Selbstportrait verewigt, während Steffi Lenz mit anderen Kindern Farbexperimente macht. Foto: GM/Lena Brunn/Musa Kücük