AG Stolpersteine: Rahmenkonzept mit der Gemeinde
Erstelldatum02.09.2025
Im April 2025 hat der international bekannte Bildhauer und Künstler Gunter Demnig in Münster und Altheim an acht Orten insgesamt 21 Stolpersteine verlegt. Sie erinnern seither an die Schicksale von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die in der NS-Zeit vertrieben, verfolgt und ermordet wurden. Sie werden in der Regel am letzten frei gewählten Wohnort von Opfern der Nazidiktatur platziert, damit ihr Andenken nicht in Vergessenheit gerät – 80 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges wichtiger und aktueller denn je.
Dieser Stolperstein-Verlegung sind lange und intensive Recherchearbeiten vorausgegangen, die eine Gruppe ehrenamtlicher Bürgerinnen und Bürger über mehrere Jahre lang beschäftigt haben: die AG Stolpersteine. „Ohne den Einsatz dieser engagierten Mitbürger wären die Schicksale der von den Nazis verfolgten und ermordeten Menschen aus Münster möglicherweise in Vergessenheit geraten“, betont Bürgermeister Joachim Schledt. „An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten dafür noch einmal herzlich danken.“
Spendenaufruf für weitere Projekte
Die AG Stolpersteine setzt ihre wichtige historische Aufklärungsarbeit fort, denn noch sind längst nicht alle Geschichten erzählt. Um die dafür nötigen Ressourcen sicherzustellen, haben der Bürgermeister und die beiden Sprecher der AG, Gerhard Bonifer-Dörr und Edmund Galli, vor Kurzem ein Rahmenkonzept unterzeichnet. Es regelt die Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den Ehrenamtlichen und der Gemeindeverwaltung und sichert damit die Unterstützung für künftige Vorhaben.
Aktuell ruft die Arbeitsgruppe wieder zu Spenden der Bevölkerung auf, damit die Gedenktafel am Storchenschulhaus, die an jüdische Opfer in Münster erinnert, vervollständigt werden kann. Auf ihr fehlen nämlich noch die Namen der Familien, die erst im Zuge der Stolperstein-Recherchen ans Licht gekommen sind. „Außerdem wollen wir unsere Recherchen auf weitere Opfergruppen des NS-Regimes ausweiten und künftig noch weitere Stolpersteine im Ort verlegen“, erläutert Gerhard Bonifer-Dörr. Neben jüdischen Mitbürgern wurden nämlich viele weitere Personengruppen von den Nazis verfolgt, etwa Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Priester und Gewerkschafter.
Spendenkonto
Spendenkonto
Spenden für die Vervollständigung der Gedenktafel werden gerne von Firmen und Privatpersonen entgegengenommen. Eine Spendenquittung stellen wir Ihnen auf Wunsch aus. Bitte geben Sie in diesem Fall im Verwendungszweck neben dem Stichwort „429 Stolpersteine“ unbedingt Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse an. Bitte richten Sie Ihre Zahlung an:
Gemeinschaftskasse der Gemeinden des Landkreises Darmstadt-Dieburg
DE58 5085 2651 0083 3039 25
Sparkasse Dieburg
Verwendungszweck: 429 Stolpersteine, Name des Spenders, Adresse des Spenders
Kontakt
Die AG Stolpersteine ist per Mail direkt zu erreichen (E-Mail schreiben).
Ansprechpartnerin innerhalb der Gemeindeverwaltung: Meike Mittmeyer-Riehl (E-Mail schreiben).
