AG Stolpersteine: Historikerin referiert über NS-Medizinverbrechen
Erstelldatum03.03.2026
Gut besucht war der Vortrag der Historikerin Leonie Otters, die auf Einladung der AG Stolpersteine am vergangenen Freitag im Sitzungssaal des Rathauses zum Thema Aufarbeitung der NS-Verbrechen an psychisch kranken und behinderten Menschen in Südhessen und im Landkreis Darmstadt-Dieburg referiert hat. Diese Verbrechen sind ein zentraler Bestandteil der deutschen Geschichte, doch das Wissen über ihre regionale Verankerung und die betroffenen Einrichtungen ist bis heute wenig verbreitet.
In ihrem Vortrag hat Otters eindrucksvoll dargelegt, welche Verbrechen in der Region begangen wurden, wie dieser Teil der Vergangenheit in der Region erforscht, dokumentiert und öffentlich gemacht wurde und welche Schwierigkeiten dabei auftraten. Otters ist Sprecherin der Regionalen Arbeitsgruppe Südhessen des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Aufarbeitung von NS-Verbrechen.
Im Anschluss an den Vortrag stellte Silvana Kamutzki von der AG Stolpersteine den aktuellen Stand der schwierigen Recherchen zu Opfern von NS-Medizinverbrechen in Altheim und Münster dar. Die Gemeinde Münster und die AG Stolpersteine bedanken sich herzlich für das große Interesse.
Foto: GM/Meike Mittmeyer-Riehl
