Großes Interesse an Infoveranstaltung zur Lärmschutzwand
Erstelldatum22.01.2026
Auf großes Interesse ist am Dienstagabend eine Informationsveranstaltung zum Thema "Lärmsanierung Deutsche Bahn - Strecke 3557 - Darmstadt - Babenhausen, Lärmschutzwand Abschnitt Münster - Altheim" in der Kulturhalle Münster gestoßen. Als Referenten waren Hasan Ilhan von der Deutschen Bahn, Dr. Thomas Michl (Umweltplaner) und Matthias John-Tschoeppe (Schallgutachter) gekommen, um erneut sachlich über das Thema zu informieren und Rückfragen der Bürger zu beantworten. Zuvor hatte es bereits seit 2024 mehrere öffentliche Informationsveranstaltungen rund um die Errichtung einer Lärmschutzwand in Münster gegeben. Als Moderator führte Karl-Christian Schelzke durch die Veranstaltung.
Unter folgendem Link kann die Präsentation der Deutschen Bahn mit allen Informationen rund um die geplante bauliche Umsetzung, passive Schallschutzmaßnahmen und mehr heruntergeladen werden:
Präsentation Informationen zum Lärmsanierungsprogramm (PDF-Dokument, 4,21 MB, 19.01.2026)
Hier findet sich die Präsentation des Umweltgutachters zu möglichen Auswirkungen auf Tiere und Umwelt:
Präsentation Umweltgutachter (PDF-Dokument, 602,73 KB, 20.01.2026)
Es können auch direkte Fragen an die Deutsche Bahn gerichtet werden (z.B. zu passivem Lärmschutz etc.):
Am Sonntag, den 15. März 2026 findet zusammen mit der Kommunalwahl, der Bürgermeisterwahl und der Ortsbeiratswahl in Altheim der Bürgerentscheid zum Thema Lärmschutzwand statt. Dabei können die Bürgerinnen und Bürger darüber entscheiden, ob die Pläne zur Errichtung einer Lärmschutzwand weiterverfolgt werden oder nicht.
Der Text der zu entscheidenden Frage lautet:
„Sind Sie dafür, den Beschluss der Gemeindevertretung vom 24.03.2025 zum Bau einer Lärmschutzwand durch die Deutsche Bahn AG aufzuheben?“
Die Begründung der Antragsteller lautet:
Die Lärmschutzwand führt zu einer optischen Beeinträchtigung des Ortsbildes und fördert die soziale Trennung der Ortsteile. Sie wirkt als Graffiti-Magnet und zerschneidet die Wildtierkorridore. Das beeinträchtigt die Umwelt, Lebensqualität und das Miteinander in unserer Gemeinde.
Die Auffassung der Gemeindevertretung lautet:
Lärmschutz ist Gesundheitsschutz! Mit den Lärmschutzwänden entlang der Bahnstrecke werden die Anwohnerinnen und Anwohner dauerhaft vor den erheblichen Lärmbelastungen durch den Bahnverkehr geschützt. Berechnungen der Deutschen Bahn zeigen, dass gesetzliche Emissionsschutz Grenzwerte überschritten werden. Die Lärmschutzwände sind nach fachlicher Bewertung die wirksamste und nachhaltigste Maßnahme zur Reduzierung der Lärmbelastung.
Der Gemeindevorstand schließt sich dieser Auffassung an. Der Gemeindevorstand befürwortet ausdrücklich, dass die endgültige Entscheidung über den Bau einer Lärmschutzwand nun von den Bürgerinnen und Bürgern getroffen wird.
Foto: GM/Meike Mittmeyer-Riehl
