Umfrage zum Leben in Alt-Münster

14.11.2017

- Kategorien: Ortsentwicklung,

Wie können alte Ortskerne vor dem Verfall bewahrt und für Herausforderungen wie den demografischen Wandel gewappnet werden? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich „AktVis“ („Aktion gemeinsame Vision – Ortsentwicklung Münster“), ein zu 100 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziertes Projekt, das den alten Ortskern rund um die Hintergasse ins Visier nimmt. Anwohner und alle Interessierten können sich nun an einer anonymen Umfrage beteiligen.

Der demografische Wandel stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen: Menschen werden immer älter, weniger Junge kommen nach. Das hat auch Auswirkungen auf die Wohnverhältnisse: Viele ältere Menschen sind mit ihren großen Häusern und Grundstücken überfordert, altengerechte Wohnungen sind aber Mangelware. Der Wohndruck insbesondere hier im Rhein-Main-Gebiet steigt.

Das klassische Einfamilienhaus wird aufgrund steigender Mieten und Bodenpreise zum Luxus-Objekt. Die Erschließung von Neubaugebieten im Außenbereich ist aufwändig und teuer und führt zudem dazu, dass immer mehr Familien aus dem Ortszentrum in die Randgebiete ziehen.

Fragebögen gibt’s ab dem 20. November

Diesem Problem nimmt sich „AktVis“ („Aktion gemeinsame Vision – Ortsentwicklung Münster“) an, ein zu 100 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziertes Projekt. Im Fokus steht die Münsterer Altstadt rund um die Hintergasse.

Um herauszufinden, was die Erfahrungen, Fragen, Sorgen und Bedürfnisse der Bürger im alten Ortskern sind, werden ab dem kommenden Montag (20. November) Fragebögen an die Anwohner verteilt. Die Teilnahme ist selbstverständlich anonym. Wer nicht im Fokus-Gebiet lebt, aber dennoch mitmachen möchte, kann sich den Fragebogen auch im Rathaus (Mozartstraße 8) abholen oder ihn ab dem 20. November auf der AktVis-Internetseite www.aktvis.de herunterladen.

Die Bögen müssen bis zum 30. November wieder im Rathaus abgegeben werden. Die Ergebnisse dienen als wichtige Grundlage für die Bürger-Workshops zum Thema Ortsentwicklung, die im kommenden Jahr stattfinden werden.