Umfrage: Hallenbad hoch im Kurs

18.04.2017

- Kategorien: Hallenbad,
Das Foto zeigt das Münsterer Hallenbad abends ohne Besucher.

Nettes Personal, hohe Sauberkeit, ein super Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Ergebnisse einer Umfrage unter rund 600 Besuchern des Hallenbades zeigen, dass das Münsterer Schwimmbad sehr beliebt ist – und das weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus. Der besonders häufig geäußerte Wunsch nach längerem Badespaß in den Abendstunden soll schon bald in Erfüllung gehen.

Das Münsterer Hallenbad leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in der Gemeinde – vor allem in Zeiten, in denen vielerorts immer mehr kommunale Bäder aus Kostengründen schließen. Dass dieser Satz nicht nur eine leere Floskel ist, untermauern jetzt die Ergebnisse einer Umfrage unter den Hallenbad-Besuchern. „Die Gäste schätzen das Bad-Konzept, die angemessenen Eintrittspreise, das nette Personal und die Sauberkeit“, fasst Detlef Pröve, Leiter der Abteilung Soziales der Gemeinde Münster, die Rückmeldungen aus der Umfrage zusammen. „Das freut uns natürlich sehr und zeigt uns, dass wir mit unserem Hallenbad-Team um die junge Doppelspitze aus Melanie Oesterling und Helmut Voigt gut aufgestellt sind.“

70 Prozent der Besucher kommen aus Nachbargemeinden

Die Befragung hat noch weitere interessante Details ans Licht gebracht: Das Münsterer Hallenbad erfreut sich weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus großer Beliebtheit. Nur ein Drittel der Gäste sind Münsterer. 70 Prozent sind auswärtige Besucher aus Dieburg (11 Prozent), Groß-Umstadt (11 Prozent), Eppertshausen (9 Prozent) und Babenhausen (8 Prozent). Auch aus Rödermark, Roßdorf, Rodgau, Reinheim, Groß-Bieberau und anderen Kommunen aus umliegenden Landkreisen zieht es Schwimmbegeisterte nach Münster.

Dass 70 Prozent der Besucher aus Nachbargemeinden kommen, zeigt die regionale Bedeutung unseres Bades“, erklärt Bürgermeister Gerald Frank. Eine Kostenbeteiligung der Nachbargemeinden und des Kreises wäre ebenso gerechtfertigt wie eine Förderung durch das Land Hessen, denn das Schwimmbad erfüllt die Voraussetzung dafür, dass der Schwimmunterricht der Schulen stattfinden kann und damit Bildungsziele erreicht werden.

Die meisten Besucher sind Stammgäste, die mehrmals im Monat (52 Prozent) oder sogar mehrmals in der Woche (35 Prozent) kommen. Dass das Hallenbad vor allem von Hobby-Sportlern genutzt wird, zeigen die Antworten auf die Frage nach dem Besuchszweck: Der Großteil (42 Prozent) zieht sportlich seine Bahnen, bei 17 Prozent steht der Badespaß im Vordergrund. Sehr beliebt ist jedoch auch das Sauna-Angebot, das von 30 Prozent der Besucher in Anspruch genommen wird.

Bei der Frage nach Anregungen und Verbesserungsvorschlägen äußerten viele Hallenbadbesucher den Wunsch, in den Abendstunden länger schwimmen zu können – vor allem am Wochenende. Bislang ist dienstags bis donnerstags bis 21 Uhr geöffnet, freitags und samstags jedoch nur bis 18 Uhr. „Gerade an diesen beiden Abenden wünschen sich viele Gäste, länger schwimmen zu können – und das möchten wir ihnen künftig auch ermöglichen“, kündigt Detlef Pröve an. Die Öffnungszeiten sollen freitags und samstags auf 21 Uhr ausgedehnt werden, sonntags bleibt es bei 18 Uhr. Eine weitere geplante Änderung betrifft die Öffnungszeiten am Morgen. Mittwochs und freitags öffnet das Bad derzeit noch um 7 Uhr. „Die Umfrage und die Erfahrung der Mitarbeiter zeigen jedoch, dass das Hallenbad um diese Zeit nur sehr wenig frequentiert wird“, schildert Pröve. Künftig beginnt der Badebetrieb daher einheitlich um 8 Uhr.

Gemeinde investiert ins Hallenbad

„Wir bedanken uns bei allen Hallenbad-Besuchern und Teilnehmern an der Umfrage für ihr Feedback und ihre hilfreichen Anregungen“, betont Bürgermeister Gerald Frank. „Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, welch einen großen Stellenwert das Hallenbad in unserer Gemeinde und für die Region hat.“ Im Laufe der Zeit haben sich dringend notwendige technische Sanierungen aufgestaut, die schon vor Jahren nötig gewesen wären und die Gemeinde viel Geld kosten. Allein die längst nicht mehr ausreichende Filteranlage vergeudet pro Badegast 70 bis 120 Liter Trinkwasser – „ökologisch und ökonomisch ein untragbarer Zustand“, befindet Frank. „Das müssen wir ändern“ Für die technische Sanierung des Bades nimmt die Gemeinde in den nächsten Jahren rund 1,5 Millionen Euro in die Hand.

Bis der Gemeindevorstand die neuen Öffnungszeiten beschlossen hat, bleibt allerdings zunächst einmal alles beim Alten. Die neuen Zeiten sollen nach der Sommerpause gelten. Eine Mitteilung dazu wird noch einmal rechtzeitig in der örtlichen Presse und online unter www.muenster-hessen.de erscheinen.

Foto: Vor allem in den Abendstunden wünschen sich viele Besucher des Hallenbades, länger schwimmen zu können. Diesem Wunsch kommt die Gemeinde nun nach. Quelle: André Grohe