„Kita an der Gersprenz“ nimmt Fahrt auf

07.11.2017

Im Bewegungsraum der neuen „Kita an der Gersprenz“ können die Kinder nach Herzenslust toben und spielen. Davon machen sich Detlef Pröve, Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendförderung bei der Gemeinde Münster, Bürgermeister Gerald Frank und Kindergarten-Leiterin Jacqueline Kaltenmorgen (von links) vor Ort ein Bild. Foto: GM/mmr

50 Kinder über drei haben in der neuen „Kita an der Gersprenz“ im ehemaligen JUZ Platz. Der Kindergarten, betrieben von der AWO family, zieht künftig in einen Neubau auf dem Frankenbach-Gelände um. Um es den Kindern bis dahin so schön wie möglich zu machen, hat die Gemeinde viel in das ehemalige Betriebsgebäude investiert.

Bei einem Rundgang mit Bürgermeister Gerald Frank, Detlef Pröve, Leiter der Kinder- und Jugendförderung bei der Gemeinde Münster, AWO family-Geschäftsführer Markus Hennemann und Kindergarten-Leiterin Jacqueline Kaltenmorgen wurden die Fortschritte deutlich.

Anfang September hat die neue „Kita an der Gersprenz“ ihren Betrieb aufgenommen. Bis zum Umzug in einen Neubau auf dem Frankenbach-Gelände bietet das ehemalige JUZ 50 Kindern über drei eine Heimat. Die Betriebserlaubnis läuft bis 2020. Derzeit gibt es eine Halbtagsgruppe mit 18 Kindern und eine Ganztagsgruppe mit zehn Kindern. Bis zum Frühjahr wird der Kindergarten voraussichtlich voll belegt sein.

„Obwohl die jetzige Bleibe nur eine Übergangslösung ist, hat die Gemeinde Münster alles dafür getan, das ehemalige Betriebsgebäude, das nicht für die Nutzung als Kindergarten vorgesehen war, für die Kinder so schön und gemütlich wie möglich zu gestalten“, betont Bürgermeister Gerald Frank.

Spezielle Akustikdecke dämmt den Lärm

Schon für den vorübergehenden Einzug der Rüssel-Kinder nach dem Schimmel-Fund in ihrer Kita im Jahr 2015 wurden rund 96.000 Euro unter anderem für Bodenbeläge, Trockenbauarbeiten, Fensterverriegelungen und Rauchmelder sowie einen Bauzaun zur Sicherung des Außenspielgeländes investiert. Für einen längerfristigen Betrieb der Kita durch die AWO family waren jedoch noch weitere Maßnahmen nötig, etwa eine spezielle Akustikdecke zur Lärmeindämmung (11.000 Euro).

Der provisorische Bauzaun wird künftig durch einen massiven Zaun ersetzt (11.2000 Euro). Inklusive Ausstattung fließen so insgesamt weitere 92.000 Euro in den Kindergarten.
Die weitere Nutzung des ehemaligen JUZ ist mehr als eine Notlösung, um den Rechtsanspruch von Eltern auf einen Kita-Platz ihrer Kinder zu erfüllen. „Es wäre nicht schlau gewesen, nachdem die Räumlichkeiten mit einem nicht unerheblichen Finanzaufwand Kita-tauglich gemacht worden sind, die Chance verstreichen zu lassen, Eltern von 50 Kindern die dringend benötigten Kitaplätze anzubieten“, sagt Bürgermeister Frank.

Eine Investition, die sich lohnt, wie Kindergartenleiterin Jacqueline Kaltenmorgen betont. Das Team wisse natürlich, dass es Vorbehalte der Eltern gegen das Gebäude gebe. „Nach einer Führung hier ändert sich ihre Meinung aber oft“, so die Erfahrung der Pädagogin.

„Wir machen einfach das Beste daraus“, ergänzt AWO family-Geschäftsführer Markus Hennemann. Dass diese Übergangslösung überhaupt nötig geworden ist, habe vor allem mit Versäumnissen aus der Vergangenheit zu tun, wie Detlef Pröve, Leiter der Kinder- und Jugendförderung bei der Gemeinde Münster, betont „Jahrzehntelang ist nichts für den bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung getan worden. Wir reagieren auf den großen Bedarf der Eltern.“

Schwerpunkt Naturpädagogik

Der Bewegungsraum im Erdgeschoss sowie die Gruppenräume, der Kreativraum und das Bistro im ersten Stock sind mittlerweile hell und freundlich eingerichtet und bieten jede Menge Platz zum Spielen und Toben. Auf dem Außengelände stehen derzeit noch einige Spielgeräte aus dem Rüssel, die nach dem Umzug in die renovierte Kita nicht mehr benötigt wurden.

In punkto Ausstattung wird sich aber noch viel tun. Bürgermeister Gerald Frank hebt vor allem auch die schöne, naturnahe Lage hervor. Ausflüge in die Natur stehen für die fünf Erzieher und ihre Gruppen regelmäßig auf dem Programm und sind sogar Teil des Konzepts: Der Schwerpunkt liegt auf Naturpädagogik.

Foto: Im Bewegungsraum der neuen „Kita an der Gersprenz“ können die Kinder nach Herzenslust toben und spielen. Davon machen sich Detlef Pröve, Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendförderung bei der Gemeinde Münster, Bürgermeister Gerald Frank und Kindergarten-Leiterin Jacqueline Kaltenmorgen (von links) vor Ort ein Bild. Foto: GM/mmr