Zeittafel Münster
786 | In einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch wird ein Besitz „ad Gaspenze" erwähnt. Damit könnte Münster gemeint sein, aber einen Beweis dafür gibt es nicht. Der Name Münster deutet allerdings auf ein Kloster hin. |
1208 | Die Erwähnung Münsters kann mittels eines Lehnsverzeichnis der Herren von Eppstein auf das Jahr 1208 datiert werden. |
1254 | Erste urkundliche Erwähnung Münsters |
1255 | Tod des letzten Münzenbergers. Münster fiel an die Erben der Münzenberger: Die Falkensteiner. |
1287 | Erste Erwähnung einer Kirche in Münster |
1304 | Erbauseinandersetzungen: Münster kam zu 5/6 an die Grafen zu Falkenstein, zu 1/6 an die Grafen zu Hanau |
1418 | Nach Tod des letzten Falkensteiners Werner von Falkenstein neue und wechselnde Herrschaftsverhältnisse in Münster: Die Herren von Isenburg-Birstein |
1486 | Die Grafen von Isenburg besaßen 5/6 von Münster und Werlach. |
1618-1648 | 30-jähriger Krieg mit Durchzug von Truppen und damit verbundenen Plünderungen und Zerstörungen. Neuaufbau nach Kriegsende, schätzungsweise nur 20-30 Menschen hatten den Krieg überlebt. |
1683 | Erstes Gerichtssiegel von Münster |
1684 | Durch Tausch kam das Hanauer Sechstel an Kurmainz. |
1706 | Kurmainz tauschte dieses „Münsterer Sechstel" mit Isenburg. |
1785/86 | Bau der katholischen Kirche in Münster nach Abriss des Vorgängerbaus wegen Baufälligkeit. Alter Turm blieb vorerst stehen. |
1792-1815 | Einquartierung von Franzosen anlässlich der napoleonischen Kriege |
1806 | Fürst Karl von Isenburg verbündete sich mit Napoleon und trat dem Rheinbund bei. |
1815 | Nach der Niederlage Napoleons fiel das Fürstentum Büdingen und damit auch Münster an Kaiser Franz I. |
1816 | Nach der Neuordnung durch den Wiener Kongress gehörte Münster zum Großherzogtum Darmstadt, von nun an wurde alles „großherzoglich" |
1820 | Neue Verfassung für das Land Hessen-Darmstadt |
1821 | Hessische Gemeindeordnung |
1841 | Turmneubau der katholischen Kirche |
1845-1847 | Missernten, als Folge dessen vermehrte Auswanderungen |
1866 | Regierungsverordnung legte die Handwerksorganisation der Leinenweber lahm, die bis dahin in Münster und Urberach eine blühende Zunft waren |
1868 | Großer Brand in Münster. Deshalb: |
1872 | Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Münster |
1892/93 | Bau des Schulhauses (Knabenschule) |
1896 | Einweihung des Bahnhofs und der Rodgaubahn |
1906 | Einweihung des Storchenschulhauses (Mädchenschulhaus) |
1910/12 | Erweiterung der Pfarrkirche um die beiden Seitenschiffe |
1918 | Münster gehörte von nun an zum Volksstaat Hessen im Landkreis Dieburg |
1933 | Die Nationalsozialisten kamen an die Macht |
1936 | Einweihung des Kriegerdenkmals am Platz des Friedens |
1939 | Baubeginn der Muna |
1942 | Deportation der letzten jüdischen Mitbürger von Münster |
1945 | Ende des Krieges und Einzug der Amerikaner |
1960/62 | Bau der John-F.-Kennedy-Schule |
1964 | Einweihung der evangelischen Kirche in Münster |
1970/71 | Große Kirchenrenovierung der katholischen Kirche |
1970 | Verschwisterung mit Abtenau |
1971 | Zusammenschluss von Münster und Altheim |
1971 | Einweihung des Hallenbads |
1975 | Einweihung der Schule auf der Aue |
1977 | Gründung des Landkreises Darmstadt-Dieburg |
1979 | Erstes Altstadtfest in Münster |
1981 | Einweihung der Gersprenzhalle |
1981 | Einweihung des neuen Feuerwehrhauses |
1983 | Einweihung des Brunnens in der Bachgasse und Umgestaltung der Bachgasse anlässlich des 4. Altstadtfestes |
1987 | Einweihung des Gersprenzstadions |
1987 | Einweihung der neuen Kläranlage |
1988 | Umbau der Friedhofshalle |
1988 | Bau und Einweihung der Minigolfanlage Münster |
1992 | Erweiterung des Rathauses Münster |
1993 | Spatenstich für die Seniorenwohnanlage, 2. Bauabschnitt |
1995/96 | Bau und Einweihung der Kulturhalle |
1997 | Neuer Ortsteil Breitefeld |
2002 | Eröffnung des neuen Baugebiets „Auf der Hardt" |
2003 | Feier des 25. Altstadtfestes |
2004 | 750-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung |
Zeittafel Altheim
6./7. Jahrh. | Altheim warscheinlich durch die Franken gegründet |
11. Jahrh. | Erbauung des älteren Teils der Kirche |
13. Jahrh. | Die Herren von Eppstein gaben Lehen an drei ortsansässige Familien (Gayling, Kriege und Schade) |
1354 | Erste urkundliche Erwähnung der Kirche von Altheim |
1480 | Die Herren von Hanau sind jetzt Grafen von Hanau-Lichtenberg |
1518-1520 | Kirche erhält Turm, der bis heute den Namen „Spitzaltheim" prägt |
1527 | Nach Aussterben der Kriege und Schade ging Besitz an Hanau-Lichtenberg über. Tauschvertrag Mainz mit Hanau, Tauschvertrag Kurpfalz mit Hanau. Damit war Altheim vollständig im Besitz der Grafen von Hanau |
Spätestens 1555 | Einführung der Reformation in Altheim |
1622 | Einquartierungen und Plünderungen während des 30-jährigen Krieges |
1635 | Pestjahr: In Altheim starben schätzungsweise 240 von 360 Einwohnern an der Pest, 26 Häuser blieben übrig |
17. Jahrh. | Name „Spitzaltheim" kam auf und wurde neben dem Namen „Altheim" auch in Urkunden und Ämtern gebraucht |
1736 | Aussterben des Hanauer Fürstenhauses |
1736-1771 | Altheim unter Hessen-Kassel |
1771 | Altheim kam zu Hessen-Darmstadt. Am 17.05.1771 huldigten die Altheimer den Landgrafen von Hessen-Darmstadt |
1806 | Französische Einquartierungen in Altheim |
1813 | Weitere Einquartierungen von Soldaten |
1859 | Anschluss Altheims an die Rhein-Main Bahn (Mainz – Darmstadt - Aschaffenburg) |
1860 | Offizieller Name im Amtsgebrauch nur noch „Altheim". „Spitzaltheim" aber noch im Volksmund lebendig |
1862 | Bau des Rathauses Altheim im Stile Georg Mollers |
1882 | Bau des Altheimer Bahnhofs, ergänzt 1900 (bis 1959) |
1919 | Erstes elektrisches Licht in Altheim |
1930 | Bau der Wasserleitung in Altheim |
1951 | Umbau und Erweiterung der Schule |
1966 | Tödlicher Unfall des Bürgermeisters Gustav Schoeltzke und des ersten Beigeordneten Friedrich Lehr in Dieburg |
31.12.1971 | Anschluss Altheims an Gemeinde Münster |
1973 | Einweihung der Sport-und Kulturhalle |
1988 | Neubau Kindergarten Altheim, Spatenstich am 31.10.1988 |
1990 | Einweihung des neuen Sportplatzes in Altheim |
1992/93 | Bau und Einweihung der Regenbogenschule |
Zeittafel Breitefeld
1939 | Die Luftwaffe der Wehrmacht besetzt Teile des Münsterer Gemeindewald und errichtet dort die sog. Muna /Munitionsanstalt) |
1939-1945 | Herstellung und Lagerung von Munition in der Muna, auch Einsatz von Zwangsarbeitern |
1945 | Sprengung von Teilen der Muna |
1945 | Beschlagnahmung des Gemeindewaldes durch die Amerikaner und Nutzung des Geländes zur Lagerung von Munition der US-Army (mit einer Unterbrechung 1949-1950) |
1951 | Ausbau der Muna als vollwertiges amerikanisches Munitionsdepot |
1963 | Die Gemeinde Münster verkauft Teile des Muna-Geländes an den Bund |
1980ff | Tage der offenen Tür in der Muna |
1995 | Abzug der Amerikaner7 |
1997 | Ein Teil des Geländes wird zum Ortsteil Breitefeld, der größere, abgesperrte Teil bleibt im Besitz des Bundes |
2004 | Beginn der Entmunitionierung der Muna |
2006 | Großer Brand in einem Reifenlager in Breitefeld. Einsatz zahlreicher Feuerwehren aus dem Umkreis |




